Booooooooooring…

…ist so ein Notarbesuch. Wenn man an einen Notar denkt, hat man ja direkt ein Bild vor Augen. Eigentlich hatte uns unser Finanzierungsberater Hoffnung auf einen für Notarverhältnisse JUNGEN Herren gemacht. An dieser Stelle war ich fast schon froh, dass ich die „normalen“ Notare garnicht erst kennengelernt hatte. Womöglich überträgt sich das Alter auf die Sprechgeschwindigkeit. 🙂
Der Termin bestand im Wesentlichen aus dem Vorlesen des Vertrags, den wir bereits mehrfach in der Entwurfsform selber gelesen hatten. Nicht das uns das irgendwie weitergeholfen hätte… Juristendeutsch ist echt eine Sprache für sich. Glücklicherweise unterbrach der Notar seinen Monolog an einigen Stellen, um uns einiges Unverständliche zu erklären. Ob er das immer macht oder ob die Bemühungen an meinem verzweifelten Gesicht lagen, kann ich nicht wirklich sagen. Während der ganz verwirrenden Passagen des Vertrags half nur eins:

Bild

Eine Stunde später waren wir dann wieder draußen und nun nicht nur Bauherren, sondern Bauherren mit eigenem Baugrundstück. Dingdingding!!!

Auf zur nächsten Runde…

Wir warten derzeit noch auf die Rückmeldung von Herrn M. zum Unterschreiben der Bauanträge. Er hatte uns vor zwei Tagen gemailt, dass er sich kurzfristig mit einem Termin meldet. Geduld gehört nicht zu meinen Stärken… ich bin soooo gespannt auf die Bemusterungen!

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Was bislang geschah…

…würde wahrscheinlich im Detail ein Buch sprengen. Aus diesem Grund versuch ich es einfach mal zu kürzen.

Anfang 2012 (ein halbes Jahr nach unserer Hochzeit) begannen wir uns langsam konkreter mit einem möglichen Hausbau auseinanderzusetzen, nicht zuletzt, weil unser Wohnzimmer durch meinen Job immer mehr zum Arbeitszimmer wurde und unser Esszimmertisch dauerhaft von mehreren Papierstapeln nebst Lochern, Stiften und meinem Laptop besetzt wurde. 😦 Mehr Zufall als Planung führte uns dann im Februar in den Musterhauspark in Wuppertal. Wir waren uns ziemlich schnell sicher, dass wir uns ein Holzrahmenhaus mit Holzverschalung wünschten. Dieser Wunsch hielt sich tapfer über den Sommer und Herbst, während wir mit unterschiedlichen Unternehmen Kontakt aufnahmen. Leider mussten wir uns aber irgendwann eingestehen, dass das, was wir uns an Größe wünschten und an Platz brauchten, als Holzhaus nicht ganz kompatibel war mit dem, was unser Geldbeutel hergeben wollte. Ende 2012 führte uns unser Zickzack-Weg dann in das Büro von Town and Country in Herzogenrath. Wir kannten die massiv gebauten Typenhäuser bereits aus dem Netz und hatten uns auch bereits umfassend in diversen Baublogs umgehört… insgesamt gab die Firma ein rundes Bild ab. Zudem passte eines der Häuser ziemlich genau in das, was wir uns vorstellten und zudem noch genau auf unser Grundstück. Während des 2,5 stündigen Gesprächs konkretisierte sich bei uns die Vorstellung davon, in Zukunft in einem „Bodensee 129“ zu wohnen. 2 Wochen lang grübelten wir weiter. Nachdem uns Hr. Müller von Town und Country netterweise sowohl sein eigenes Haus, als auch ein Bodensee 129 gezeigt hat und zusätzlich nochmals 2,5 Stunden in eine Beratung investiert hatte (ob wohl alle zukünftigen Kunden so anstrengend sind?!), unterschrieben wir todesmutig Anfang Januar unseren Hausvertrag. Wir waren hochoffiziell Bauherren…

To Dos zu diesem Zeitpunkt:

  • sich für ein Finanzierungskonzept entscheiden (soooooo viele Zahlen und Tilgungspläne – 😦 – sich damit auseinanderzusetzen ist so ziemlich die Hass-Aufgabe überhaupt)
  • die Bunkerfrage klären, denn unter unserem Grundstück könnte sich ein Bunker befinden, dessen Existenz das Bauvorhaben buchstäblich ins Wanken bringen könnte, oder zumindest ordentlich verkomplizieren würde

Beide Punkte sind in den letzten Wochen auf den Weg gebracht worden. Dann kanns ja jetzt losgehen…

Na, nicht so ganz, denn derzeit liegen die Pläne für unser Haus noch beim Architekten, denn wir hatten ein paar kleinere Änderungen am vorgeschlagenen Grundriss.

Währenddessen wurde allerdings bereits das Geogutachten und die zugehörigen Bohrung seitens T&C angewiesen. Passenderweise natürlich genau in der März-Woche, in der draußen Temperaturen von unter 0°C herrschten. 🙂 warum sollte es auch mal einfach sein?! Ich hatte extra gesagt, dass der Zugang zum Grundstück mit uns abgeklärt werden muss, denn immerhin ist das derzeit noch eine Pferdewiese. Und was passierte? Genau! Ich wurde von T&C angerufen, das Geounternehmen sei da und hätte keinen Zugang zum Grundstück, da sei ein Zaun und ein verschlossenes Tor. Ach nein? Wie kann so was denn sein… 😦 Lustig!! Was denn, wenn ich jetzt nicht dagewesen wäre?! Also durfte ich, die ich gerade meine Schuhe und Socken ausgezogen hatte, weil sie durch den Schnee klatschnass geworden waren, schnell rüberlaufen, weil die Kollegen sonst womöglich bereits wieder weg sind. Mit nackten Füssen, in kalten nassen Schuhen, bei -5°C rüberhechten zum Grundstück, um die Kollegen noch zu erreichen. *grmpf* In letzter Minute geschafft! Die Bohrungen selber waren schnell erledigt, die Kollegen nach 45 Minuten bereits wieder unterwegs… Ich habe bislang noch nichts gehört, gehe also davon aus, dass alles in Ordnung ist.

Wir hoffen nun, dass wir den Termin zur Übergabe der Pläne und zur Einreichung des Bauantrags baldmöglichst haben werden…

Morgen besuchen wir zunächst den Notar, um den Grundstücksvertrag zu unterzeichnen.

Eins kann ich sagen, bevor wir überhaupt angefangen haben: Das wird ein riesiges Abenteuer 🙂 und wir hoffen, dass uns die Kraft, Puste und Geduld auf dem Weg erhalten bleibt.